Der Personenspürhund (Bluthund) Der Bloodhound (Bluthund) ist eine eigene, sehr nasenorientierte Hunderasse, welche dafür bekannt ist, Spuren ("Trails") von Menschen bis weit über 100 Kilometer weit und auch längere Zeit nach dem Legen (bis ca. 7 Tage) verfolgen zu können und sehr unnachgibig in der Suche zu sein. Dabei stellen auch Gewässendurchquerungen und längere Strecken auf Asphalt kein Problem für den Bloodhound dar. Theoretisch ist ein Bloodhound sogar in der Lage, Personen zu finden, welche sich mit einem Auto verschoben haben, dies jedoch nur unter günstigen Umgebungsbedingungen. Kein Problem sollte dagegen das Verfolgen einer mit einem Motorrad oder Velo flüchtenden Person darstellen. Auf Grund seines sehr gutmütigen Wesens kann der Bloodhound auch problemlos für die Suche nach abgängigen Personen (z. Bsp. Betagten, Behinderten oder Kindern) engesetzt werden, jedoch eignet er sich aus dem selben Grund nicht für den Schutzdienst. Der Bloodhound verfolgt bei der Arbeit die Spur seiner Beute" (der flüchtenden oder vermissten Person) und würde um nichts in der Welt freiwillig einen interessanten "Trail" aufgeben. Hierbei ist es egal, ob es sich dabei um die Spur eines Menschen oder eines Wildtieres handelt. Der Einsatz des Hundes in der Polizeiarbeit beschränkt sich aber nicht allein auf die Suche nach lebenden vermissten Personen, sondern er kann auch in anderen Bereichen der Polizeiarbeit, wie Geruchsdifferenzierung oder Leichensuche, eingesetzt werden. Für die Arbeit in der Geruchsdifferenzierung oder der Suche nach Personen kann der Bloodhound verschiedenste Geruchsträger verwenden, so zum Beispiel Kleidung, Waffen, Spielzeug und andere Gegenstände. Bei der Geruchsdifferenzierung kann er zudem auch die Person selber nutzen., um so beispielsweise auszuschliessen, dass sich eine bestimmte Person in der letzten Zeit an einem bestimmten Ort aufhielt. Es wird vermutet, dass der Bloodhound erstmals 55 v. Chr. in Aufzeichnungen der Römer erwähnt wurde. Diese fanden nämlich in Grossbritannien Hunde vor, die dem heutigen Bloodhound und Mastiff sehr ähnlich sind. Erste eindeutige Überlieferungen zum Einsatz der Bloodhounds im Polizeidienst wurden im Jahr 1805 niedergeschrieben. Eine Gruppe namens Thrapthon Association for the Prevention of Felons" setzte in der damaligen Zeit erstmals Bloodhound im Bereich der Suche nach Wilderern und Dieben ein. Dies sind also bisher die ersten Aufzeichnungen über die Nutzung dieser Rasse in der Verbrechensbekämpfung. Nebst dem Bloodhound eignen sich auch wenige andere Rassen, wie zum Beispiel der Bayerische Gebirgsschweisshund als Personenspürhunde. Mit Sicherheit ist der Bloodhound aber der bekannteste Mantrailer.
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