| FAQ - Frequently Asked
Questions |
|
|
In regelmässigen
Abständen werden uns über das Kontaktformular immer wieder ähnliche
Fragen gestellt. Vielleicht hilft Ihnen eine der
folgenden Antworten weiter?
- Ich
vermisse eine Person oder einen wichtigen
Gegenstand und brauche dringend einen Polizeihund.
Können Sie mir helfen?
Nein, diese Website hat rein
informativen Charakter. Wenn Sie eine
Vermisstenanzeige oder eine Verlustmeldung
aufgeben möchten, wenden Sie sich bitte an die
für Ihren Wohnort zuständige Polizeistation, in dringenden
Fällen über die Notrufnummer 117 oder 112. Die
Entscheidung, welche Mittel zum Einsatz gebracht
werden, bzw. ob und welche Hunde eingesetzt
werden, obliegt dann der Einsatzleitung der
Polizei.
- Ich
möchte Polizeihundeführer/in werden. Wie muss
ich vorgehen und wie sieht die Ausbildung aus?
Ganz am Anfang steht immer die
Bewerbung bei einem Polizeikorps und das erfolgreiche
Absolvieren der Polizeischule. Informationen
bezüglich der Polizeischule erhalten Sie zum
Beispiel bei der Interkantonalen
Polizeischule Hitzkirch oder der Polizeischule
Ostschweiz. Wenn Sie danach als Polizist/in
tätig sind, können Sie sich intern als
Hundeführer/in bewerben. Haben Sie damit Erfolg,
können sie anfangen, eine geeignete Hundezucht
und dort einen Welpen zu suchen. Mit diesem wird
ab der Übernahme (mit ca. 10 - 12 Wochen also)
sofort in der Hundegruppe stufengerecht
gearbeitet, bis er dann nach zwei Jahren (je nach
Korps) bereit ist für die erste Einsatzprüfung.
Die Weiterbildung findet einerseits an den
regelmässigen Hundeübungen im Korps statt,
andererseits ist es für einen Hundeführer aber
unerlässlich, auch privat sehr oft und intensiv
zu trainieren. Eine Mitgliedschaft in einem SKG-anerkannten
Hundeclub und/oder beim Verein
Schweizerischer Militärhundeführer ist dazu bestimmt
nicht die schlechteste Idee. Was die
Hundeführerausbildung angeht, so werden Elemente
wie Unterordnung und Führigkeit vermittelt,
daneben aber auch das Fährten, das Sachenrevier,
der Schutzdienst und das Personenrevier im Freien
und in Gebäuden, und natürlich kommen auch
taktische Belange nicht zu kurz. Es wäre
allerdings unmöglich, hier im Detail den genauen
Verlauf einer Hundeführerausbildung aufzuzeigen,
weil jedes Polizeikorps andere Richtlinien und
Methoden kennt.
- Ich
möchte meinen Hund zum Drogenhund ausbilden. Wer
bietet solche Kurse an?
Es ist Privatpersonen in der
Schweiz nicht möglich, ihren Hund zum
Betäubungsmittelspürhund auszubilden, denn die
Suche nach Drogen ist kein Hundesport, sondern
eine kriminalpolizeiliche Tätigkeit. Abgesehen
davon, dass Sie die Geruchsstoffe, welche für
die Ausbildung benötigt werden, als Privatperson
nicht erhalten werden, macht es auch wenig Sinn,
einen Hund in einem Bereich auszubilden, in
welchem er dann niemals zum Einsatz kommen
könnte. Wenn Sie ihren privaten Hund seriös
fordern und trainieren möchten, schliessen Sie
sich bitte einem SKG-anerkannten
Hundeclub an und entscheiden Sie sich für eine
oder mehrere Richtungen des Hundesports (BH, VPG,
IPO, etc.). Falls Sie sich für eine Laufbahn als
(BM-)Hundeführer/in interessieren, erkundigen
Sie sich bitte beim Polizeikorps Ihrer
Wahl
nach offenen Stellen als Polizeiaspirant/in und
starten Sie so Ihre Laufbahn. Nach einigen Jahren
Berufserfahrung bietet sich dann evtl. die
Möglichkeit, sich zur Hundeführerin/zum
Hundeführer weiterzubilden.
- Kann
ich einmal bei einem Training der Polizeihunde
zuschauen?
Da die Trainingszeit der
meisten Polizeihundegruppen sehr stark begrenzt
ist und daher optimal genutzt werden muss, ist
ein solcher Besuch in der Regel nicht möglich.
Dazu kommt, dass bei der Polizei nebst der
kynologischen Ausbildung auch polizeitaktische
Vorgehensweisen trainiert werden, welche
verständlicherweise nicht für die
Öffentlichkeit bestimmt sind. Verschiedene Polizeikorps und das Grenzwachtkorps führen jedoch ab
und zu öffentliche Vorführungen durch.
Informationen dazu erhalten Sie direkt beim
entsprechenden Kommando.
- Machen
Sie mit Ihren Hunden auch Vorführungen an
Schulen, in Vereinen etc.?
Der Polizeihund ist
grundsätzlich ein polizeiliches Einsatzmittel.
Nebst der Tatsache, dass solche (halb-)privaten
Vorführungen unseren zeitlichen Rahmen sprengen
würden, ergeben sich dabei auch
versicherungstechnische Probleme. Gewisse
Polizeikorps ermöglichen jedoch solche
Vorführungen, womit diese dann auch über den
Staat versichert sind. Bezüglich Details und
Voraussetzungen erkundigen Sie sich bitte direkt
beim entsprechenden Polizeikommando.
- Ich
schreibe gerade eine SVA bzw. eine Maturaarbeit.
Darf ich mit Ihnen ein Interview führen?
Es freut uns immer sehr, wenn
sich junge Menschen für das Thema "Polizeihunde"
interessieren. Sie dürfen uns daher über das Kontaktformular gerne Ihren (bitte
nicht übermässig langen) Fragebogen senden. Im
Rahmen der verfügbaren Zeit werden wir dann
versuchen, Ihre Fragen zu beantworten und Ihnen
den ausgefüllten Fragebogen zurücksenden. Bitte
stellen Sie sich im Mail aber kurz vor und
beschreiben Sie Ihre Arbeit, damit wir wissen,
wem wir diese Fragen beantworten! Haben Sie bitte
auch Verständnis dafür, wenn die Beantwortung
der Fragen etwas Zeit in Anspruch nimmt; Wir
betreiben diese Seite privat und haben daneben
noch ein Berufs- und ein Privatleben, welches
unter Anderem mit Hundetrainings stark
ausgefüllt ist.
- Was
bedeutet eigentlich "K9"?
"K9 unit" ist die international
gebräuchliche Kurzbezeichnung für die
Hundestaffeln der Polizei. Entstanden ist dieser
Ausdruck im englischen Sprachraum (wie so vieles
kommt auch dieser Begriff aus Amerika) und war
ursprünglich ein Wortspiel: Abgeleitet vom
englischen Ausdruck für "Hunde...",
also "canine", klingt "ca-nine"
englisch ausgesprochen wie "K9".
|